Georg Riehle (1872-1962), Stellmacher in Dresden.
An einigen wenigen Stichpunkten soll der geistige Gehalt der ‚Kundgaben‘ von Georg Riehle verdeutlicht werden.
Charakteristisch für Georg Riehle sind 3 wesentliche Gesichtspunkte: Der Gottmensch, Luzifers Umkehr und Georg Riehle als Elias (= Michael).
Von schwerwiegenster Bedeutung ist, dass Georg Riehle durch seine Darstellung eine Degradierung der Kreuzigung JESU vornimmt, indem er behauptet, JESUS habe die Menschheit nur im Prinzip erlöst und erst der erste Gottmensch vollbringe die eigentliche Tat:
"Die 7 Erzengel stellen die 7 göttlichen Eigenschaften dar – doch der Gottmensch beinhaltet alle Engel. Der göttliche Geist zeigt jetzt den Gottessohn; und darin vollzieht sich die Wiederkunft; und das ist die Herrlichkeit Gottes; und Luzifer muss sehen, dass sein Werk nicht angegriffen ist. Er hat Sich ihm untergeordnet in allen Lagen auf Erden; Er hat nie der Menschheit den falschen Glauben genommen. Er hat sie nur geführt, dass sie zur Selbsterkenntnis kommen konnte" (9.8.1959 GR).
Bruder Georg: "Mit dem Gottmenschen verliert Luzifer für ewig seinen Thron. Er hat keine Macht mehr, er sieht, seine Macht ist und war nur eine eingebildete, er wird durch den Gottmenschen von Tag zu Tag machtloser"(damit meint Georg Riehle sich offenbar selbst) (26.7.1959 GR).
Auf dieser Basis gründet dann leicht der Irrtum, dass der VATER in JESUS so sei, wie Er in uns:
Demgegenüber kennzeichnet er die Herabsetzung der Apostel so, dass sie angeblich noch nicht so vollendet gewesen wären, um etwa Tote erwecken zu können (September 1960,4 GR).
Tatsächlich aber hat JESUS die Apostel mit allen notwendigen Vollmachten ausgestattet und dies u.a. mit den Worten verdeutlicht "...aber von den gewissen besonderen Taten sollet ihr schweigen." (jl.ev01.134,04).
Wie sollte JESUS, der sonst alles in weisester Vollendung bereitet, Seine Apostel als Schmalspur-Apostel auszurüsten? Schliesslich ist JESUS persönlich gekommen, um die Erde in einem kritischen Stadium erneut zu reinigen, wozu gerade die Apostel eine wichtige Wirkungsfunktion für die gesamte Menschheit hatten.
Besonders beliebt war bei Georg Riehle die Auseinandersetzung mit Luzifer:
"Mutter (Luzifer): ...Ich bin besiegt - zum ewigen Leben! Und werde durch die alle überbrückende, barmherzige Liebe entlastet! Amen. Nehmt mich mit!
Mutter: Dieses behaltet für euch! – Es ist heilig, heilig, heilig! Ich habe den Weg ins Vaterhaus gefunden! ...Und nur so wird der neue Morgen der Friedensmorgen auf Erden anbrechen! – Alle Nationen werden sich die Hände reichen!...." (Dresden, 25.12.1951 GR).
"Denkt an die Verlorenen, denkt an den schönsten Engel, der Mir verloren gegangen ist und sich auf dem Lichtweg seiner Kinder schon aufgemacht hat, zurückzukehren. So hat auch er die Erde nicht gewollt, wie sie sich entfaltet hat. Er wollte nur erster bleiben. Wie kann er aber erster bleiben, wenn sein Gott und Schöpfer für alle Sein Leben hingegeben hat!? Ich kann doch nicht mit seiner Gesinnung gehen! Aber Ich kann ihm Meine Gesinnung vor Augen stellen und euch auf den Platz stellen, wo Ich ihn vor Ewigkeiten hingestellt habe" (25.12.1959,03 GR).
"Darum kann ihm ein einziger Mensch Tor und Tür erschliessen, der sich bemüht, so zu leben, wie Er ihm als Vorbild vor Augen steht. Der auch sterben will, aber niemals sterben wird, der auch um den Feind ringt, der da sieht, dass es kein Feind ist, dass es nur Irrungen sind, hier auf dieser Erde" (4.4.1958,2 GR).
Aus der sibyllischen Aussage Minervas (jl.rbl2.177,06) nähren die unreinen Geister in vielen esoterischen und Sekten-Kreisen die Illusion der sofortigen Umkehr Luzifers, was zugleich ein Indikator für die Qualität der Herkunft ist!
Würde Luzifer als geschaffener und erstgefallener Geist tatsächlich umkehren, hätte er dies wie jeder geschaffene, gefallene Geist unter Beweis zu stellen, denn u.a. hat er die Chance zur geistpersönlichen Läuterung unter Vorzugsbedingungen in dem hermaphroditischen Adam verpasst. Erst danach ‚würde alle Bosheit aufhören...‘ (jl.bmar.194,05 + 6).
"Satana war der erste Name des grossen Engels" [was vermutlich aus dem lexikalen Anhang zur HG von Sponder falsch wiedergegeben ist; tatsächlich war Luzifer sein erster Name (jl.erde.056,02)].
"Der Mensch hatte nicht die Kraft mehr sich aus den Händen Luzifers zu befreien. Und da bediente sich der himmlische VATER des Gesetzes, denn nur ein gesetzesreiner Mensch konnte die Verbindung mit dem Gottesfunken finden; aber wenn nun kein Mensch dieses Ziel erreicht hätte, wäre die ganze Schöpfung in ein ewiges Nichts übergegangen" (26.2.1959 GR).
"Da sagte Luzifer: Ich bin auf dem Wege, die Grundfesten der Hölle niederzureissen". Und warum? Da JESUS am Kreuze hing, wurde mir durch den Geist offenbar, was Luzifer zu JESUS sagte: "JESUS Du grosser Mensch, an Dir habe ich keinen Teil, aber ich werde mich zwischen Dich und die Menschheit stellen. Ich werde es zulassen, dass Deine Menschheit Kirchen baut, dass sie Gottesdienste einsetzt, dass sie zu Dir beten, dass sie Dich loben und preisen, nur werde ich es nicht zulassen, dass ein einziger Mensch die Lebensverbindung mit Dir findet, die Du erkämpft hast als JESUS.
Ich werde es nicht hindern können, dass Dein Leben in herrlichen Offenbarungen vor Deine Kinder gestellt wird, aber ich werde es nicht zulassen, dass ein einziger Mensch sagen kann: "ich bin nicht in die Welt gekommen, um meinen Willen zu erfüllen, ich bin gekommen, um den Willen meines VATERs zu erfüllen!" Dann steht zwischen dem göttlichen Geist und dem Menschen keine fremde Macht.
...JESUS konnte Tote erwecken, Kranke heilen, nur diese innere Verbindung (mit dem VATER) konnte Er nicht herstellen. Er konnte nur ein Mittel schaffen und dieses Mittel war Er Selbst! Denn Er war der erste Mensch seit dem Falle Luzifers, der diese Verbindung hergestellt hatte und der diese Verbindung auch für andere erschloss." (19.9.1936,03 GR).
Eine wesentliche Darstellung seiner eigenen Größe (nämlich Michael) kommt darin zum Ausdruck, dass er sagt:
"Michael ist auch heute hier und will sich verkörpern durch die starke Kämpfernatur in uns! Ja, es ist die Zeit herbeigekommen, wo Michael den Endkampf mit dem Drachen aufnehmen will!" (Sonntagsandachten, Politz, Februar 1932, GR).
Weitere Hinweise auf seine eigene Übergrösse:
"So nahe wie euch (den Anwesenden im Kreise), war Ich Meinem Adam nicht." (15.5.1958,3 GR).Die starke menschliche Ich-Zentrierung drückt sich bei Georg Riehle in 4 ‚Dogmen‘ aus:
"Wenn ein einziger Mensch ringt, mit allen Fasern seines Lebens, um die Erde, bleibt sie bestehen. Wenn ein einziger Mensch ringt." (17.5.1959,3 GR).
1. 100% Wahrheit des geistigen Erlebens,
2. Michael in Georg Riehle,
3. Georg Riehle als Verkörperung der Liebe,
4. Der VATER sei in uns, wie Er in JESUS.
Es wimmelt bei Georg Riehle von Fehlern, die dann sichtbar werden, wenn man sich nicht von den Geistern einfangen lässt.
Nicht umsonst sagt JESUS persönlich im kürzesten Weg zur Wiedergeburt:
Durch die gute Kost Seiner Lehre (Sein Fleisch und Blut) und durch die Vermittlung Seines Erlösungswerkes "wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistigesBläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe (= GOTTESFUNKE; jl.ev04.262,02 + jl.ev03.180,03 + jl.him3.296,10) eingeschlossen wird." (Die Erlösung 14, jl.him3.013,12).
Wenn Georg Riehle meint,
An einer Stelle meint Georg Riehle sogar, dass der allgemeine Adam noch in uns wäre, der natürlich nie in uns gewesen ist, weil das nur die geistige Verantwortung Adams für alle seine Nachfolger darstellte, die der VATER ihm schließlich auf seine Bitte abgenommen hat (jl.hag2.114,03 ff).
"Als man in JESUS nur den Menschen sah, da sagte Er: "Der VATER ist größer denn Ich." Und so sage auch ich: Der VATER ist größer als ich, und der VATER spricht durch den Gottesfunken im Menschen, und der Mensch gewordene VATER bahnt den Weg, damit der Gottesfunke sprechen kann." (Bethanienstunden 1951Seite 61, GR).Hier dokumentiert Georg Riehle die "3-Göttervorstellung" statt 3 Aspekten in einer Person. JESUS war seit der Jordan-Taufe eins mit dem VATER (jl.him3.138,08 + 9). Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, dass wir im wiedergeborenen Zustand in gesonderter Persönlichkeit mit dem VATER eins sind, während JESUS mit dem VATER in ungesonderter Persönlichkeit vollkommen eins ist (jl.ev04.163,06)!
Außerdem sind wie bei Bertha Dudde und Johannes Widmann ,Vaterworte' aus dem Gottesfunken nicht möglich, weil diese nur durch Einwirken des Hl. Geistes über den entsiegelten Geist gegeben werden. Dazu ist wenigstens das Erreichen der ½ Wiedergeburt notwendige Voraussetzung!
Während die vollkomme Einung von JESUS mit dem VATER tatsächlich schon am Jordan(= Erlösung 1. Teil = erste größte Demütigung) geschah, fand sie bei Georg Riehle erst in Gethsemane statt:
Hier schließt sich auch eine der verkehrten rhetorischen Gegensätzlichkeitsdarstellungen an:
"um anzudeuten, daß Er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird!" (jl.kjug.016,10).In einer weiteren überzogenen Steigerung seiner rhetorischen Unterhaltungs-Darstellungen läßt Georg Riehle unsinnigerweise das Herz des VATERs vor uns beugen, um Sein Ziel zu erreichen:
"Wir kennen die heilige Unterredung Jesu mit Johannes dem Täufer, vor dem Lehrantritt JESU als 25-jähriger, wo Johannes nur ein paar Wochen älter war als JESUS... JESUS CHRISTUS sprach zu ihm: Johannes, du bist mir der Nächststehende, wenn Du Mich verläßt, dann muß Ich Mir an deiner Stelle 12 suchen, dann wird dein und Mein Abschluss ein schwerer sein! ...Warum konnte also Johannes mit JESUS nicht gehen? Weil in Johannes anStelle des Gottesfunkens der Tempel stand, die mosaischen Gesetze, welche jedoch kein Mensch erfüllen konnte, nur JESUS. Und JESUS war wieder allein, musste jetzt allein den Riesenkampf auskämpfen. Er musste durch alle Gegensätze und Schwächen von allen Menschen hindurch, um zurückzukehren zu Seinem ewigen Heiligtum der Liebe... Wenn er als Gott außerhalb dem gewirkt hätte, welches jeder Mensch in sich einschließt, dann wäre das Gottesfünkchen, welches jedes Menschen-Brust einschließt, erstorben..." (Dresden 25.11.1953,03 GR).
Dass Max Seltmann nicht nur ein ,leicht verunreinigtes Wässerchen' darbietet, zeigt sich vor allem an der ausführlichen Darstellung des angeblichen Zwiegespräches zwischen JESUS und Johannes dem Täufer (MS 1,16-23) über das gemeinsame Erlösungswerk, was als eine zentrale Aussage die 12 Apostel erübrigt hätte, die in keiner anderen Quelle zu finden ist. Im Lorber-Werk zeigt sich jedoch, dass diese auch von Georg Riehle übernommene Version eindeutig falsch ist. [MS war GR's bester Freund (25.1.1964 MS) und Georg Riehle hat erreicht, dass die sog. ,,Köstlichen Szenen" von Max Seltmann in Berlin gedruckt wurden (4.7.1964 MS)].
Demgegenüber sagt JESUS über Jakob Lorber:
Johannes der Täufer war dazu berufen, ,,vor Mir der Menschen wegen den Weg zu bahnen, das war ein gewisses Muß, hinter dem jedoch eine ewige Freiheit verborgen liegt,...aber daß er Mir nicht hätte folgen dürfen, als er Mich sah und erkannte, da war kein Sollst und noch weniger ein Muß" (jl.ev01.145,08; vgl. jl.ev01.122,06+7 + jl.ev02.084,05 + 6 + jl.rbl1.039,07 ff). Dass es aber dennoch so geplant war, wie es gekommen ist, wird klar und deutlich in den Gleichnissen mit der Blüte - wenn die Fruchtschale (das äußere Ich) abnimmt, die innere, lebendige Frucht (das Er) reifen kann (jl.him3.135,05 - 9) – und mit der Brautund dem Bräutigam (jl.him3.135,10-12).
Dieser Punkt knüpft natürlich an die vermeintliche Grösse von Georg Riehle als angeblicher Michael an.
Diese Behauptung hat Georg Riehle offenkundig unbemerkt der falschen Darstellung des sog. „11.GEJ“ jl.ev11.075,20+21 entnommen
" Das was Ich nun gesagt habe, ist wahr und so sicher, als es wahr ist!"
[BJ.01_Antw.7,03] Darum erschrecke dich Mein Kreuz ja nicht, an das Ich geheftet werde, – denn siehe, gerade dieses Kreuz soll für alle künftigen Zeiten der Grundstein zum Reiche Gottes und zugleich die Pforte in dasselbe werden!
[jl.ev03.226,06] Denn durch diesen Leib habe Ich alles Gericht und den Tod über Mich genommen, und es muß dieser Leib dem Tode auf drei Tage gegeben werden, damit eure Seelen fortan das ewige Leben haben mögen!
[jl.ev03.226,07] Denn dieser Mein Leib ist der Stellvertreter eurer Seelen; auf daß eure Seelen leben, muß er das Leben lassen, und das von ihm gelassene Leben wird ewig zugute kommen euren Seelen.[jl.rbl2.157,09] „…,Christus ist allein der Mittler zwischen Gott und der Menschennatur. Durch den Tod Seines Fleisches und durch Sein vergossenes Blut hat Er allem Fleische, das da ist die alte Sünde Satans, den Weg gebahnt zur Auferstehung und Rückkehr zu Gott! – Christus aber ist die Grundliebe in Gott, das Hauptwort alles Wortes, das da ist Fleisch geworden, und dadurch geworden zum Fleische alles Fleisches und zum Blute alles Blutes. Dieses Fleisch nahm freiwillig alle Sünde der Welt auf sich und reinigte sie vor Gott durch Sein heiliges Blut.“ –
[jl.ev05.220,01] (Der Herr:) „Dem Leibe nach bin auch Ich, gleich wie ihr, ein sterblicher Mensch, und die Folge davon ist, daß auch Ich diesen Leib ablegen werde, und zwar am Kreuze zu Jerusalem zum Zeugnisse wider die argen Juden, Hohenpriester und Pharisäer und zu ihrem Gerichte. Denn dieses allein wird für immerdar ihre Macht brechen, und der Fürst der geistigen Finsternis, der nun die Menschenwelt beherrscht hat, wird machtlos werden und die Menschen nicht mehr so sehr wie bis jetzt verführen und sie ins Verderben stürzen können.
[jl.ev05.220,03] Der höchste Hochmut kann nur durch die tiefste Demut zugrunde gerichtet werden, und es ist alsonach notwendig, daß an Mir solches verübt werde.“
[jl.ev05.247,05] „Ich als der alleinige Träger alles Seins und Lebens muss nun auch das, was von Ewigkeiten her durch die Festigkeit Meines Willens dem Gerichte und dem Tode verfallen war, erlösen und muss eben durch das Gericht und durch den Tod dieses Meines Fleisches und Blutes in das alte Gericht und in den alten Tod eindringen, um so Meinem eigenen Gottwillen jene Bande insoweit zu lockern und zu lösen, wegen der in sich reif gewordenen Materie der Dinge, auf dass darauf alle Kreatur aus dem ewigen Tode zum freien und selbständigen Leben übergehen kann.
[jl.ev05.247,06] Und es ist darum des Menschen Sohn in diese Welt gekommen, um das, was gewisserart von Ewigkeit her verloren war, aufzusuchen, es zu erlösen und also für die Seligkeit fähig zu machen.“ (Matth.018,11)
[jl.ev06.090,11] „Aber Ich habe solches Leben aus Gott nicht etwa vom Mutterleibe aus in diese Welt gebracht! Der Keim lag wohl in Mir, aber er musste erst entwickelt werden, was Mich nahe volle dreißig Jahre Zeit und Mühe gekostet hat. Nun stehe Ich freilich als vollendet da vor euch und kann euch sagen, dass Mir alle Gewalt und Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, und dass der Geist in Mir völlig eins ist mit dem Geiste Gottes, darum Ich denn auch solche Zeichen wirken kann, die vor Mir noch nie ein Mensch gewirkt hat. Aber es ist das für die Folge eben kein besonderes Privilegium ausschließlich nur für Mich, sondern auch für jeden Menschen, der an Mich glaubt, dass Ich von Gott darum in diese Welt gesandt bin, den Menschen, die nun alle im Finstern wandeln, zu geben das Licht des Lebens, und der sodann handelt nach Meiner Lehre, welche den Menschen im hellsten Lichte zeigt den Willen des Geistes Gottes, der freilich wohl in aller Fülle in Mir wohnt.D.h. Für die gänzliche Einigung mit dem VATER und damit für die Rettung der Menschen war der Kreuzestod also zwingend notwendig!
[jl.ev06.090,12] Dieser Geist ist wohl Gott, doch Ich als purer Menschensohn nicht; denn wie schon gesagt, so habe Ich als solcher auch, jedem Menschen gleich, durch viele Mühe und Übung erst Mir die Würde eines Gottes erwerben müssen und konnte Mich als solcher erst einen mit dem Geiste Gottes. Nun bin Ich wohl eins mit Ihm im Geiste, aber im Leibe noch nicht; doch Ich werde auch da völlig eins werden, aber erst nach einem großen Leiden und gänzlicher und tiefst demütigender Selbstverleugnung Meiner Seele.“ –
Die 3 allergrößten Demütigungen Jordan-Taufe, GETHSEMANE und die Kreuzigung als ein Ganzes in der Steigerung Seiner Hingabe bis zum Äußersten sind die größte Demütigung und das größte Werk, was die Erde je erlebt hat und nur dem VATER möglich ist!
Auch das ‚Dogma‘, nach dem das ‚Wirken von Zeichen und Wundern‘ als JESUS-Kind die Kreuzigung notwendig gemacht habe, weil das angeblich noch nicht Sein Verdienst gewesen sei (19.9.1936,13 GR), entspricht nicht der Wahrheit.
Dadurch wird der Eindruck erweckt, als sei dies nicht zulässig, so dass die Finsternis an dem sündenfreien JESUS mit dem allmächtigen Gottgeist einen Blutzoll verlangen könne.
Tatsächlich aber hat der VATER in JESUS sich allen äusseren irdischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen, aber im Hervortreten des VATERGEISTES in JESUS schon im frühesten Stadium war Er als Schöpfer von allem selbstverständlich vollkommen frei. Die höchste und reinste göttliche Vollkommenheit in JESUS (die nichts mit einer ‚Aufrechnungsbeziehung‘ zu Satan zu tun hat) zeigt sich bereits in Seiner alleinigen, rein geistig vollkommenen Zeugung, Schwangerschaft (JESUS war im Mutterleib ohne alle Bande frei, d.h. ohne Nabelschnur rein geistig ernährt, um anzudeuten, dass Er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird, jl.kjug.016,10) und Geburt (ohne Hebamme, rein geistig, jl.kjug.015,07 + 16). Zugleich führt Er uns durch die Wunder in der Kindheit JESU die Maßstäbe vor Augen, wie es auf der Erde hätte sein können, wenn Luzifer sich in Adam gedemütigt hätte!
Auf die Frage des Cyrenius, weshalb das JESUSKIND schon nach 2 ½ Monaten so vernünftig und deutlich spricht, sagt das JESUSKIND:
Mit Bezug auf die tragische Darstellung über die letzte Zeit des Apostels Johannes aus den Schilderungen von Max Seltmann (Heft 24, Seite 53) sagt Georg Riehle:
"Hitler schafft die neue Verfassung und unser Bruder Georg die neue Religion" (5.5.1936 GR).
Eine derart hochmütige Verstiegenheit und Anpassung an den Zeitgeist zeigt bereits, dass seine Geister sehr unreif gewesen sein müssen.
Zweifellos ist bei Georg Riehle viel liebevolles zu finden. Es offenbart sich aber generell eine schlichte Unwissenheit oder Unbedarftheit über wesentliche Tatsachen in den Worten des VATERs über Jakob Lorber. Diese entsprechen in maßgeblichen Punkten nicht den so liebebetonten angeblich göttlichen Darstellungen Riehles (als vermeintlicher Michael in seiner 4. Inkarnation). Wenn Georg Riehle wirklich aus der wahren, reinen Liebe gesprochen hätte, müsste die aus der Liebe kommende Weisheit rein sein. Das aber kann anhand der vorliegenden Äußerungen im Riehle-Schrifttum keineswegs bestätigt werden und hat als angeblicher Prophet nichts mit der Einfachheit als Zimmermann zu tun.
Georg Riehle, Hugo Pohl, Karl Jevlasch und Werner Thomas sind nicht i.S. der Medien, die reine Sprachrohre sind, medial, d.h. ein Teil kommt von außen, wird vom Geist aufgenommen, aber nur reflektiert weitergegeben (es ist nicht wirklich eigenes aus ihrem Geist, es fehlt der geistige Zugang(!)) und ein Teil entweder durch Umlagerung oder direkte Inbesitznahme der Geister.
Gegenüber diesem eher teilmedialen Zustand ist die Vollmedialität das direkte Hindurchsprechen der jeweils dem Gemüt entsprechenden mehr oder weniger unfreien Geister über die Seele eines Menschen, die aus dem Eigenwillen angezogen werden (z.B. Johannes Widmann).
Charakteristisch sind für Georg Riehle u.a. die Auserwählten, Sendlinge von großen Sonnen, Erlösungsakte. Hohe Geister sprechen durch ihn insbesondere bei den zahlreichen Erlösungsakten von zumeist hohen Persönlichkeiten wie Kaiser (z.B. Kaiser Wilhelm I.), Päpste, Kirchenfürsten, Plato, Buddha usw..
Sogar dem nahezu völlig wiedergeborenen Menschen ist es gänzlich unmöglich, dass Engel und Dämonen über seinen Geist sprechen, weil es der unwandelbaren göttlichen Ordnung widerspricht (jl.him3.300,25). Als Maßstäbe werden dann Kerner und Ennemoser angegeben, die der Wahrheit am nächsten gekommen sind.
Weder über Zorel noch über JESUS haben hohe Geister gesprochen, sondern sie haben ganz aus ihrem eigenen Geist gesprochen. Hieraus wird zugleich auch deutlich, dass es das "geistige Erleben" spätestens seit JESUS, den Aposteln und Jüngern gibt und nicht erst als eine Kreation durch Georg Riehle, dessen "Erleben" nur seelisch gewesen sein kann, wie an den Ergebnissen zu sehen ist. Was aus dem entfesselten Geist kommt, ist rein und im 3.Gesicht vollwahr und das ist aus dem VATER. Deshalb ist die Voraussetzung das Erreichen der ½ Wiedergeburt (zeitweises 3.Gesicht; u.a. jl.bmar.083,10 + 11 + jl.bmar.086,05 + 6).
Und der erleuchtete Gottesbote Kisehel sagt:
"Die wahre Erkenntnis Gottes ist der Grund der Liebe zu Ihm; daher sei es auch jedermanns vorzüglichstes Bestreben, Gott zu erkennen, damit er Ihn dann über alles wird zu lieben vermögen! Das aber ist dann auch das ewige Leben!" (jl.hag2.215,11+12; jl.ev03.204,02 + 4).