Georg Riehle

Kritische Durchleuchtung seines Werkes und Wirkens


Inhaltsübersicht:


Georg Riehle (1872-1962), Stellmacher in Dresden.

An einigen wenigen Stichpunkten soll der geistige Gehalt der ‚Kundgaben‘ von Georg Riehle verdeutlicht werden.
Charakteristisch für Georg Riehle sind 3 wesentliche Gesichtspunkte: Der Gottmensch, Luzifers Umkehr und Georg Riehle als Elias (= Michael).
 

Der Begriff des Gottmenschen

Von schwerwiegenster Bedeutung ist, dass Georg Riehle durch seine Darstellung eine Degradierung der Kreuzigung JESU vornimmt, indem er behauptet, JESUS habe die Menschheit nur im Prinzip erlöst und erst der erste Gottmensch vollbringe die eigentliche Tat:

"Denn die Vergöttlichung nur eines einzigen Menschen erbringt die Wiederkunft JESUS in Seiner Herrlichkeit: Als Bruder, Vater, Freund, Mithelfer und Erlöser aller Kreatur in der Unendlichkeit! Darum warten alle Erzengel und Engel auf das Geschehen des Schauspiels: Der Vergöttlichung des Menschen" (12.10.1949,02 GR).

"Die 7 Erzengel stellen die 7 göttlichen Eigenschaften dar – doch der Gottmensch beinhaltet alle Engel. Der göttliche Geist zeigt jetzt den Gottessohn; und darin vollzieht sich die Wiederkunft; und das ist die Herrlichkeit Gottes; und Luzifer muss sehen, dass sein Werk nicht angegriffen ist. Er hat Sich ihm untergeordnet in allen Lagen auf Erden; Er hat nie der Menschheit den falschen Glauben genommen. Er hat sie nur geführt, dass sie zur Selbsterkenntnis kommen konnte" (9.8.1959 GR).

Bruder Georg: "Mit dem Gottmenschen verliert Luzifer für ewig seinen Thron. Er hat keine Macht mehr, er sieht, seine Macht ist und war nur eine eingebildete, er wird durch den Gottmenschen von Tag zu Tag machtloser"(damit meint Georg Riehle sich offenbar selbst) (26.7.1959 GR).
 

Allein Luzifer hat einen bösen Geist und eine böse Seele (vgl. jl.erde.056,10 und jl.erde.058,10). Deshalb ist auch wohl davon auszugehen, dass er trotz der vielen Versuche des VATERs, ihn zur Umkehr zu bewegen, dies nicht gelingen wird und er erst über die völlige Schwächung seines Anhanges zur Rückkehr bewegt wird (jl.him1.314,28 + jl.rbl1.126,21). Das könnte bei seiner letzten Entscheidung am Ende des 100o-jährigen Reiches sein. "Der verlorene Sohn ist wohl schon auf der Rückkehr, aber es wird noch nahe endlos lange Zeiten vonnöten haben, bis er vollends in das alte VATERhaus zurückgelangt sein wird" (jl.ev10.188,21; vgl. auch jl.ev01.072,05 + jl.ev02.063 + jl.erde.055). Deshalb ist die Aussage, dass Luzifer durch den ersten GOTTMENSCHEN umkehrt, nicht zutreffend. Zumindest haben Maria, sämtliche Apostel und Elise Hüttenbrenner den 3. Vollendungs-Grad auf der Erde erreicht, ohne jede Reaktion Luzifers! Zudem wird dadurch das Ich in den Mittelpunkt gestellt und der Aktionismus angesprochen. Anstatt sich alleine in die Arme des VATERs zu begeben, will man selber aus eigener Kraft erlösen.

Auf dieser Basis gründet dann leicht der Irrtum, dass der VATER in JESUS so sei, wie Er in uns:

"Aber das geschieht nicht eher – so sagt Er immer wieder in mir – als bis wir auf gleicher Stufe mit Ihm stehen, es geschieht nicht, bevor die Reife nicht da ist" (6.7.1941,17 GR). Im wiedergeborenen Zustand sind wir in gesonderter Persönlichkeit mit dem VATER eins, während JESUS mit dem VATER in ungesonderter Persönlichkeit vollkommen eins ist (jl.ev04.163,06). Unser Geist ist nur ein Funke der Liebe des VATERs, während JESUS die Fülle der Liebe des VATERs ist.

Demgegenüber kennzeichnet er die Herabsetzung der Apostel so, dass sie angeblich noch nicht so vollendet gewesen wären, um etwa Tote erwecken zu können (September 1960,4 GR).
Tatsächlich aber hat JESUS die Apostel mit allen notwendigen Vollmachten ausgestattet und dies u.a. mit den Worten verdeutlicht "...aber von den gewissen besonderen Taten sollet ihr schweigen." (jl.ev01.134,04).
Wie sollte JESUS, der sonst alles in weisester Vollendung bereitet, Seine Apostel als Schmalspur-Apostel auszurüsten? Schliesslich ist JESUS persönlich gekommen, um die Erde in einem kritischen Stadium erneut zu reinigen, wozu gerade die Apostel eine wichtige Wirkungsfunktion für die gesamte Menschheit hatten.
 

Luzifers Umkehr

Besonders beliebt war bei Georg Riehle die Auseinandersetzung mit Luzifer:

"Mir kommt eine Stelle im RB in den Sinn, wo die Helena unseren Bruder, oder unsere Mutter, Luzifer, scharf angreift. Das entspricht vielleicht unserem Bruder Jakob Lorber als Katholik, wo doch sein Anfang war. Was würde ich zu Luzifer sagen, wenn er hier wäre? "Komm, mein geliebter Bruder, an mein Herz, ich will dein Freund sein, ich will dein Helfer sein." Aber niemals würde ich ihn angreifen. Durch seine Abweichung ist er erniedrigt genug. Ihm muss geholfen werden, ihr lieben Geschwister" (6.7.1941,21 GR).

"Mutter (Luzifer): ...Ich bin besiegt - zum ewigen Leben! Und werde durch die alle überbrückende, barmherzige Liebe entlastet! Amen. Nehmt mich mit!

Mutter: Dieses behaltet für euch! – Es ist heilig, heilig, heilig! Ich habe den Weg ins Vaterhaus gefunden! ...Und nur so wird der neue Morgen der Friedensmorgen auf Erden anbrechen! – Alle Nationen werden sich die Hände reichen!...." (Dresden, 25.12.1951 GR).

"Denkt an die Verlorenen, denkt an den schönsten Engel, der Mir verloren gegangen ist und sich auf dem Lichtweg seiner Kinder schon aufgemacht hat, zurückzukehren. So hat auch er die Erde nicht gewollt, wie sie sich entfaltet hat. Er wollte nur erster bleiben. Wie kann er aber erster bleiben, wenn sein Gott und Schöpfer für alle Sein Leben hingegeben hat!? Ich kann doch nicht mit seiner Gesinnung gehen! Aber Ich kann ihm Meine Gesinnung vor Augen stellen und euch auf den Platz stellen, wo Ich ihn vor Ewigkeiten hingestellt habe" (25.12.1959,03 GR).

"Darum kann ihm ein einziger Mensch Tor und Tür erschliessen, der sich bemüht, so zu leben, wie Er ihm als Vorbild vor Augen steht. Der auch sterben will, aber niemals sterben wird, der auch um den Feind ringt, der da sieht, dass es kein Feind ist, dass es nur Irrungen sind, hier auf dieser Erde" (4.4.1958,2 GR).

Liebesschmachtende, schwärmerische Worte an Bruder Luzifer und seinen Anhang: "Es ist ein Augenblick gekommen, der zu heilig ist! – Der verlorene Sohn sehnt sich nach der Heimat seines Ursprunges, wo er zu den Füssen seines Schöpfers ruhte und nun sagte: "Ich will von nun an alles, was Er will. Wenn Er will, will auch ich herabsteigen und will Mensch werden.
Bruder Georg: O, du Geliebter, das hast du nicht nötig, dafür sind ja wir herabgestiegen, um dir dein verlorenes Heiligtum zurückzubringen durch den grossen, unendlichen Liebebegriff deines Gottes" (10.7.1960,5 GR).
"Luzifer weint und sagt: Ich bin nicht Schuld an dem Untergang der Erde – das habe ich nicht gewollt" (Dresden 9. November 1957,05; dgl. am 2.9.1956,03 GR).
Das unterstellt genau die Demütigung, die Luzifer bislang verweigert hat!
Tatsächlich denkt Luzifer überhaupt nicht an Umkehr. Das Hauptbosheitsmotiv Luzifers ist, dass er durch die Macht des VATERs gestürzt worden ist und voll Grimm nach nichts anderem sinnt, wie er nur immer Gott einen Schaden zufügen kann (jl.hag2.208 ff). Daher stammt aller Hass und Rache.

Aus der sibyllischen Aussage Minervas (jl.rbl2.177,06) nähren die unreinen Geister in vielen esoterischen und Sekten-Kreisen die Illusion der sofortigen Umkehr Luzifers, was zugleich ein Indikator für die Qualität der Herkunft ist!

Würde Luzifer als geschaffener und erstgefallener Geist tatsächlich umkehren, hätte er dies wie jeder geschaffene, gefallene Geist unter Beweis zu stellen, denn u.a. hat er die Chance zur geistpersönlichen Läuterung unter Vorzugsbedingungen in dem hermaphroditischen Adam verpasst. Erst danach ‚würde alle Bosheit aufhören...‘ (jl.bmar.194,05 + 6).

"Die Ewige Liebe unseres himmlischen VATERs kann sich nur mit Menschen verbinden, in denen kein Gegensatz mehr aufsteigen kann. Mit einem einzigen Menschen kann Er Sein Werk vollenden" (25.12.1959,03 GR).

"Satana war der erste Name des grossen Engels" [was vermutlich aus dem lexikalen Anhang zur HG von Sponder falsch wiedergegeben ist; tatsächlich war Luzifer sein erster Name (jl.erde.056,02)].

"Der Mensch hatte nicht die Kraft mehr sich aus den Händen Luzifers zu befreien. Und da bediente sich der himmlische VATER des Gesetzes, denn nur ein gesetzesreiner Mensch konnte die Verbindung mit dem Gottesfunken finden; aber wenn nun kein Mensch dieses Ziel erreicht hätte, wäre die ganze Schöpfung in ein ewiges Nichts übergegangen" (26.2.1959 GR).

"Da sagte Luzifer: Ich bin auf dem Wege, die Grundfesten der Hölle niederzureissen". Und warum? Da JESUS am Kreuze hing, wurde mir durch den Geist offenbar, was Luzifer zu JESUS sagte: "JESUS Du grosser Mensch, an Dir habe ich keinen Teil, aber ich werde mich zwischen Dich und die Menschheit stellen. Ich werde es zulassen, dass Deine Menschheit Kirchen baut, dass sie Gottesdienste einsetzt, dass sie zu Dir beten, dass sie Dich loben und preisen, nur werde ich es nicht zulassen, dass ein einziger Mensch die Lebensverbindung mit Dir findet, die Du erkämpft hast als JESUS.
Ich werde es nicht hindern können, dass Dein Leben in herrlichen Offenbarungen vor Deine Kinder gestellt wird, aber ich werde es nicht zulassen, dass ein einziger Mensch sagen kann: "ich bin nicht in die Welt gekommen, um meinen Willen zu erfüllen, ich bin gekommen, um den Willen meines VATERs zu erfüllen!" Dann steht zwischen dem göttlichen Geist und dem Menschen keine fremde Macht.
...JESUS konnte Tote erwecken, Kranke heilen, nur diese innere Verbindung (mit dem VATER) konnte Er nicht herstellen. Er konnte nur ein Mittel schaffen und dieses Mittel war Er Selbst! Denn Er war der erste Mensch seit dem Falle Luzifers, der diese Verbindung hergestellt hatte und der diese Verbindung auch für andere erschloss." (19.9.1936,03 GR).

D.h. Georg Riehle ahnte nicht, dass die Einswerdung von JESUS mit dem VATER bereits bei der Jordan-Taufe durch Seinen grössten Geist auf Erden (Johannes den Täufer) in der ersten grössten Demütigung am Jordan stattgefunden hatte (jl.him3.138,08 + 9). Später wusste er offenbar von diesem äußerst wichtigen Ereignis (6.3.1951 GR). "Johannes der Täufer war der letzte Prophet und alle, die nach ihm kommen, reden nicht mehr aus prophetischem Geist, sondern reden aus ihrem Eigentum, wenn sie auch vor der Welt als Propheten erscheinen" (19.9.1936,09 GR). Damit meinte Georg Riehle das von ihm geprägte sog. "geistige Erleben", was aus dem Geist kommen sollte, aber tatsächlich nur ein seelisches Erleben war, weil aus dem Geist nur wahres, göttliches kommen kann. Das nahm er besonders angesichts seiner vermeintlichen Grösse für sich in Anspruch, was aber nicht im Einklang zu dem steht, was er tatsächlich sagte. Dies ist einer der Georg Riehle besonders kennzeichnenden Irrtümer, der nichts mit dem 3.Gesicht oder ½ Wiedergeburt zu tun hat und von ahnungslosen Bewunderern geglaubt wird. Ausser ½ Wiedergeburt, mit der uns der VATER auf halbem Wege entgegenkommt, gibt es keinen Zustand, der punktuellen oder zeitweiligen Verbindung mit JESUS! "Noch bin ich ein unvollkommener Mensch und doch erlebe ich Ihn" (August 1951,01) verdeutlicht den Anspruch auf das von ihm ‚geschaffene‘ sog. "geistige Erleben".
 
 

Georg Riehle als Elias (= Michael)

Eine wesentliche Darstellung seiner eigenen Größe (nämlich Michael) kommt darin zum Ausdruck, dass er sagt:

"Jakob Lorber war kein Prophet nach altem Stile wie aus der Zeit vor JESU Geburt. Ich kann mir in Jakob Lorber nur einen niedergestiegenen Engel vorstellen, dessen eigenes Erleben, dessen eigenen Grundsätze sich in seinen Schriften offenbaren." (6.7.1941, 20 GR).

"Michael ist auch heute hier und will sich verkörpern durch die starke Kämpfernatur in uns! Ja, es ist die Zeit herbeigekommen, wo Michael den Endkampf mit dem Drachen aufnehmen will!" (Sonntagsandachten, Politz, Februar 1932, GR).

"...Das war der Fürstengel Michael und siehe, der Fürstengel Michael ist der Hüter der Deutschen. Da er aber den Heiland JESUS in Seinen heiligen Wegen ganz allein gehen liess, ist er noch einmal auf der Erde in dieser Zeit, um sich die Kindschaft völlig zu erwerben." (4.4.1955,2 GR). Hier meint Georg Riehle sich, dass er als Michael nochmal auf der Erde wäre, um die NT-Wiedergeburt zu erlangen. Er gab sich selber für den Elias = Michael aus (26.10.1950,03 + 4; 25.7.1951,02; 7.2.1931,01 + 2; 1.1.1958; 7.2.1931 GR).

Weitere Hinweise auf seine eigene Übergrösse:

"So nahe wie euch (den Anwesenden im Kreise), war Ich Meinem Adam nicht." (15.5.1958,3 GR).
"Wenn ein einziger Mensch ringt, mit allen Fasern seines Lebens, um die Erde, bleibt sie bestehen. Wenn ein einziger Mensch ringt." (17.5.1959,3 GR).
Die starke menschliche Ich-Zentrierung drückt sich bei Georg Riehle in 4 ‚Dogmen‘ aus:
1. 100% Wahrheit des geistigen Erlebens,
2. Michael in Georg Riehle,
3. Georg Riehle als Verkörperung der Liebe,
4. Der VATER sei in uns, wie Er in JESUS.


Es wimmelt bei Georg Riehle von Fehlern, die dann sichtbar werden, wenn man sich nicht von den Geistern einfangen lässt.

Nicht umsonst sagt JESUS persönlich im kürzesten Weg zur Wiedergeburt:

"Wer da nicht wohl gepanzert ist und bewaffnet kreuz und quer, der wird hart ans Ziel gelangen. Bedenket wohl, wer Der ist, der euch das sagt!" (jl.him3.063,48).

Lt. G. Riehle haben die Menschen bereits seit Adam einen Gottesfunken

 
"Millionen Menschen haben schon vor Adam gelebt. Ja, aber ohne Gottesfunken. In Adam war das Gottesleben hineingelegt, deshalb der erste Mensch, der erste werden sollende Gottmensch" (14.5.1951,3GR).
Tatsächlich gilt aber folgendes: Um in unserer Willensschwäche nicht immer wieder sündig zu werden, hat JESUS uns durch Seine Kreuzigung den zweiten Vollendungsgrad mit der Wiedergeburt des Geistes ermöglicht. Dazu wirkt der durch die Auferstehung JESU verstärkte Hl. Geist als außenwirkende Kraft (eine Liebeskraft oder Liebesfähigkeit) je nach unserer Tat-Liebe zusammen mit dem uns seit JESUS gegebenen GOTTESFUNKEN (z.B. jl.ev04.262,02) auf unsere Seele ein und befähigt uns zur Entwicklung des göttlichen Lebens (Kindschaft Gottes).
  ,,Wer das erreicht hat, der hat dann auf einmal mehr der wundervollen Fähigkeiten in sich als alle alten Väter bei aller Seelenvollkommenheit je besaßen (und zwar auf Grund der nicht begrenzten Außenlebenssphäre des Geistes!).
Er wird in einem Augenblick leichter alle Sternenwelten und Sonnen durchschauen und sogar deren noch so entfernteste Sprache hören und verstehen, wie die alten Seher und Wundertäter ihre nächste Landesnähe zu durchschauen und zu beurteilen vermochten". (jl.ev04.263,03)

Durch die gute Kost Seiner Lehre (Sein Fleisch und Blut) und durch die Vermittlung Seines Erlösungswerkes "wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistigesBläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe (= GOTTESFUNKE; jl.ev04.262,02 + jl.ev03.180,03 + jl.him3.296,10) eingeschlossen wird." (Die Erlösung 14, jl.him3.013,12).

Genauer gesagt, erfolgt die "Eingeburt" des GOTTESFUNKENS erst, wenn ein Mensch Mein Wort vernommen und es in seinem Gemüte gläubig mit aller Liebe zur Wahrheit angenommen hat (jl.ev04.220,10). D.h. erst wenn Kinder und Erwachsene (auch in anderen monotheistischen Religionen) in ganzer Wahrheit zur Liebe voll glauben, erhalten sie den GOTTESFUNKEN. Alle anderen Menschen haben keinen GOTTESFUNKEN!!!


Wenn Georg Riehle meint,

"Wenn unsere Seele anfängt, Göttliches zu erstreben, dann fängt das Bläschen in der linken Herzseite an, sich auszudehnen, und der Funke darin beginnt sein göttliches Leben zu entfalten" (Sonntagsandachten, Seite 30). dann meint er, dass es sich hier um ein materielles und nicht ein geistiges Bläschen handelt.

An einer Stelle meint Georg Riehle sogar, dass der allgemeine Adam noch in uns wäre, der natürlich nie in uns gewesen ist, weil das nur die geistige Verantwortung Adams für alle seine Nachfolger darstellte, die der VATER ihm schließlich auf seine Bitte abgenommen hat (jl.hag2.114,03 ff).

"Als man in JESUS nur den Menschen sah, da sagte Er: "Der VATER ist größer denn Ich." Und so sage auch ich: Der VATER ist größer als ich, und der VATER spricht durch den Gottesfunken im Menschen, und der Mensch gewordene VATER bahnt den Weg, damit der Gottesfunke sprechen kann." (Bethanienstunden 1951Seite 61, GR).
Hier dokumentiert Georg Riehle die "3-Göttervorstellung" statt 3 Aspekten in einer Person. JESUS war seit der Jordan-Taufe eins mit dem VATER (jl.him3.138,08 + 9). Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, dass wir im wiedergeborenen Zustand in gesonderter Persönlichkeit mit dem VATER eins sind, während JESUS mit dem VATER in ungesonderter Persönlichkeit vollkommen eins ist (jl.ev04.163,06)!

Außerdem sind wie bei Bertha Dudde und Johannes Widmann ,Vaterworte' aus dem Gottesfunken nicht möglich, weil diese nur durch Einwirken des Hl. Geistes über den entsiegelten Geist gegeben werden. Dazu ist wenigstens das Erreichen der ½ Wiedergeburt notwendige Voraussetzung!

Während die vollkomme Einung von JESUS mit dem VATER tatsächlich schon am Jordan(= Erlösung 1. Teil = erste größte Demütigung) geschah, fand sie bei Georg Riehle erst in Gethsemane statt:

"...dem Scheideweg im Garten Gethsemane, wo Ich Meinen Vatergeist mit Meiner Jesusseele vereint habe, um nun die letzte und größte Vereinigung mit Meinen Kindern noch frei zu machen!" (Sonntagsandachten, Seite 63). In GETHSEMANEerfolgte die Erlösung 2. Teil durch die zweite größte Demütigung, die Erlösung des allgemeinen Luzifers, die Öffnung des Weges, der durch Adam verschüttet war (jl.him3.079,14). Die erstmalige Vollendung in der Wiedergeburt im Geiste fand nach der Kreuzigung (dritte allergrößte Demütigung) durch die Auferstehung des VATERs in JESUS im Grabe statt.

Hier schließt sich auch eine der verkehrten rhetorischen Gegensätzlichkeitsdarstellungen an:

"...Nicht fiel mir zu, was außer dem Menschen war, die unermeßliche Fülle Meiner Gottespersönlichkeit. Es fiel Mir nur das Gottesleben zu, das als Fünklein in jeder Menschenbrust schlummert." (10 Tage mit Jesus, Seite 33, GR). Tatsächlich war der VATER mit Beginn Seines Erdenlebens in der ganzen Fülle persönlich in JESUS, was schon an der bislang einmaligen, rein geistig vollkommenen Zeugung, wie in den Himmeln, und der Geburt sichtbar wurde, denn JESUS war allein schon im Mutterleib ohne alle Bande frei (d.h. ohne Nabelschnurrein geistig ernährt und ohne Hebamme geboren ist, denn Josef kam mit der Salome, als das Kind schon geboren war (jl.kjug.015,07 + 16),
"um anzudeuten, daß Er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird!" (jl.kjug.016,10).
In einer weiteren überzogenen Steigerung seiner rhetorischen Unterhaltungs-Darstellungen läßt Georg Riehle unsinnigerweise das Herz des VATERs vor uns beugen, um Sein Ziel zu erreichen: "Wenn ein Mensch seine Knie beugt, so unterstellt er sich dem, vor dem er sich beugt. Ich beuge Mein Herz vor euch, Mein Herz, welches Himmel und Erde erschaffen hat, beugt sich vor dir, auf dass Ich Mein Ziel erreiche als VATER." (10 Tage mit Jesus, Seite 64, GR). Dazu sagt JESUS: [jl.hag2.066,09] "Wer da aber seine Knie beugt vor Mir, der beuge sie im Geiste und aller Wahrheit, was da bezeichnet die allzeit gerechte Demut des Herzens, – aber nicht die Knie seines Leibes, an denen wenig gelegen ist, ob sie gerade oder krumm gehalten werden!
[jl.hag2.066,10] Denn daß jeder sein fleischliches Knie beugen kann, wann er will, das zeigt er ja beim Gehen; wenn es sonach Mir gedient wäre mit dem Beugen der fleischlichen Knie, da wäre ja des Gebetes in großer Genüge, so jemand hin und her ginge, ohne sich dabei um etwas Weiteres bekümmern zu dürfen.
[jl.hag2.066,11] Aber was soll das Kniebeugen und das Erdliegen denn Mir sein von euch Kindern, denen allen Ich gegeben habe einen lebendigen Geist?!"
Wozu sollte JESUS als Gott und VATER voll der Liebe noch Sein Herz vor uns beugen, um Sein Ziel als VATER zu erreichen?
 
 
 

Lt. G. Riehle wollte JESUS angeblich das Erlösungswerk mit Johannes dem Täufer allein vollbringen

"Wenn Johannes der Täufer mit JESUS gegangen wäre, wären die 12 Apostel und die Kreuzigung JESU nicht notwendig gewesen" (25.11.1953,3 und 29.5.1955,04 GR).

"Wir kennen die heilige Unterredung Jesu mit Johannes dem Täufer, vor dem Lehrantritt JESU als 25-jähriger, wo Johannes nur ein paar Wochen älter war als JESUS... JESUS CHRISTUS sprach zu ihm: Johannes, du bist mir der Nächststehende, wenn Du Mich verläßt, dann muß Ich Mir an deiner Stelle 12 suchen, dann wird dein und Mein Abschluss ein schwerer sein! ...Warum konnte also Johannes mit JESUS nicht gehen? Weil in Johannes anStelle des Gottesfunkens der Tempel stand, die mosaischen Gesetze, welche jedoch kein Mensch erfüllen konnte, nur JESUS. Und JESUS war wieder allein, musste jetzt allein den Riesenkampf auskämpfen. Er musste durch alle Gegensätze und Schwächen von allen Menschen hindurch, um zurückzukehren zu Seinem ewigen Heiligtum der Liebe... Wenn er als Gott außerhalb dem gewirkt hätte, welches jeder Mensch in sich einschließt, dann wäre das Gottesfünkchen, welches jedes Menschen-Brust einschließt, erstorben..." (Dresden 25.11.1953,03 GR).

Die gleich mehrfachen Fehler in diesem Text bedürfen gewiß keiner gesonderten Erläuterung.

Dass Max Seltmann nicht nur ein ,leicht verunreinigtes Wässerchen' darbietet, zeigt sich vor allem an der ausführlichen Darstellung des angeblichen Zwiegespräches zwischen JESUS und Johannes dem Täufer (MS 1,16-23) über das gemeinsame Erlösungswerk, was als eine zentrale Aussage die 12 Apostel erübrigt hätte, die in keiner anderen Quelle zu finden ist. Im Lorber-Werk zeigt sich jedoch, dass diese auch von Georg Riehle übernommene Version eindeutig falsch ist. [MS war GR's bester Freund (25.1.1964 MS) und Georg Riehle hat erreicht, dass die sog. ,,Köstlichen Szenen" von Max Seltmann in Berlin gedruckt wurden (4.7.1964 MS)].

Demgegenüber sagt JESUS über Jakob Lorber:
Johannes der Täufer war dazu berufen, ,,vor Mir der Menschen wegen den Weg zu bahnen, das war ein gewisses Muß, hinter dem jedoch eine ewige Freiheit verborgen liegt,...aber daß er Mir nicht hätte folgen dürfen, als er Mich sah und erkannte, da war kein Sollst und noch weniger ein Muß" (jl.ev01.145,08; vgl. jl.ev01.122,06+7 + jl.ev02.084,05 + 6 + jl.rbl1.039,07 ff). Dass es aber dennoch so geplant war, wie es gekommen ist, wird klar und deutlich in den Gleichnissen mit der Blüte - wenn die Fruchtschale (das äußere Ich) abnimmt, die innere, lebendige Frucht (das Er) reifen kann (jl.him3.135,05 - 9) – und mit der Brautund dem Bräutigam (jl.him3.135,10-12).

Dieser Punkt knüpft natürlich an die vermeintliche Grösse von Georg Riehle als angeblicher Michael an.
 
 

Angeblich soll die Kreuzigung nicht notwendig gewesen sein

Diese Behauptung hat Georg Riehle offenkundig unbemerkt der falschen Darstellung des sog. „11.GEJ“ jl.ev11.075,20+21 entnommen

"Wäre nur ein einziger dagewesen, als die Erde Meine Füsse trug, Mir wäre der schmachvolle Kreuzestod nicht beschieden gewesen. Aber es war keiner da, dessen Liebe so gross war, dass er für Mich sterben konnte." (23.3.2951,2 GR). Wie war es denn z.B. mit der Enthauptung Johannes des Täufers? "Die Sache ist noch nicht völlig bestimmt, dass es also geschehen müsse, aber eher ja denn nein!" (jl.ev02.182,14) bedeutet die Respektierung des freien Willens, denn Luzifer muss auch jederzeit die Möglichkeit zur Umkehr haben, wozu hier wiederum eine vorzügliche Gelegenheit bestand! Dies sagt JESUS nach ausführlicher Schilderung des Gesamtablaufes der künftigen Ereignisse gerade unter dem Aspekt "dass der Getötete nach kaum 3 Tagen als ein mächtigster Überwinder des Todes und aller Seiner Feinde zum ewigen Troste Seiner Freunde und Brüder unversehrt, vollkräftig und durch und durch vom Leben durchglüht aus dem Grabe hervorgehen wird!..." (jl.ev02.182,10) Die Relativierung ob oder ob nicht, bezieht sich allgemein auf den Gesamtvorgang und das Kriterium der wahren Propheten, weil durch den freien Willen des Menschen noch eine Änderung möglich ist. Die Tötung durch die Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt ist das Wesentliche, zumal Luzifer die Auferstehung nicht wahrhaben wollte.
Im jl.ev06.085,06 sagt JESUS erneut zu Seiner Tötung und Auferstehung:
" Das was Ich nun gesagt habe, ist wahr und so sicher, als es wahr ist!"
"Die Taufe Johannis vorandeutete bereits Meinen Kreuzestod also deutete diese Hochzeit (zu Kanaan) Meine Auferstehung an, und das Zeichen (der Wandlung des Wassers in Wein) war ein Vorbild der Wiedergeburt des Geistes zum ewigen Leben" (jl.ev01.011,18).

[BJ.01_Antw.7,03] Darum erschrecke dich Mein Kreuz ja nicht, an das Ich geheftet werde, – denn siehe, gerade dieses Kreuz soll für alle künftigen Zeiten der Grundstein zum Reiche Gottes und zugleich die Pforte in dasselbe werden!

D.h. JESUS hat gerade wegen der Rettung der Menschen als Äußerstes die Kreuzigung zugelassen.
[jl.ev03.226,06] Denn durch diesen Leib habe Ich alles Gericht und den Tod über Mich genommen, und es muß dieser Leib dem Tode auf drei Tage gegeben werden, damit eure Seelen fortan das ewige Leben haben mögen!
[jl.ev03.226,07] Denn dieser Mein Leib ist der Stellvertreter eurer Seelen; auf daß eure Seelen leben, muß er das Leben lassen, und das von ihm gelassene Leben wird ewig zugute kommen euren Seelen.

[jl.rbl2.157,09] „…,Christus ist allein der Mittler zwischen Gott und der Menschennatur. Durch den Tod Seines Fleisches und durch Sein vergossenes Blut hat Er allem Fleische, das da ist die alte Sünde Satans, den Weg gebahnt zur Auferstehung und Rückkehr zu Gott! – Christus aber ist die Grundliebe in Gott, das Hauptwort alles Wortes, das da ist Fleisch geworden, und dadurch geworden zum Fleische alles Fleisches und zum Blute alles Blutes. Dieses Fleisch nahm freiwillig alle Sünde der Welt auf sich und reinigte sie vor Gott durch Sein heiliges Blut.“ –

[jl.ev05.220,01] (Der Herr:) „Dem Leibe nach bin auch Ich, gleich wie ihr, ein sterblicher Mensch, und die Folge davon ist, daß auch Ich diesen Leib ablegen werde, und zwar am Kreuze zu Jerusalem zum Zeugnisse wider die argen Juden, Hohenpriester und Pharisäer und zu ihrem Gerichte. Denn dieses allein wird für immerdar ihre Macht brechen, und der Fürst der geistigen Finsternis, der nun die Menschenwelt beherrscht hat, wird machtlos werden und die Menschen nicht mehr so sehr wie bis jetzt verführen und sie ins Verderben stürzen können.
[jl.ev05.220,03] Der höchste Hochmut kann nur durch die tiefste Demut zugrunde gerichtet werden, und es ist alsonach notwendig, daß an Mir solches verübt werde.“
[jl.ev05.247,05] „Ich als der alleinige Träger alles Seins und Lebens muss nun auch das, was von Ewigkeiten her durch die Festigkeit Meines Willens dem Gerichte und dem Tode verfallen war, erlösen und muss eben durch das Gericht und durch den Tod dieses Meines Fleisches und Blutes in das alte Gericht und in den alten Tod eindringen, um so Meinem eigenen Gottwillen jene Bande insoweit zu lockern und zu lösen, wegen der in sich reif gewordenen Materie der Dinge, auf dass darauf alle Kreatur aus dem ewigen Tode zum freien und selbständigen Leben übergehen kann.
[jl.ev05.247,06] Und es ist darum des Menschen Sohn in diese Welt gekommen, um das, was gewisserart von Ewigkeit her verloren war, aufzusuchen, es zu erlösen und also für die Seligkeit fähig zu machen.“ (Matth.018,11)
[jl.ev06.090,11] „Aber Ich habe solches Leben aus Gott nicht etwa vom Mutterleibe aus in diese Welt gebracht! Der Keim lag wohl in Mir, aber er musste erst entwickelt werden, was Mich nahe volle dreißig Jahre Zeit und Mühe gekostet hat. Nun stehe Ich freilich als vollendet da vor euch und kann euch sagen, dass Mir alle Gewalt und Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, und dass der Geist in Mir völlig eins ist mit dem Geiste Gottes, darum Ich denn auch solche Zeichen wirken kann, die vor Mir noch nie ein Mensch gewirkt hat. Aber es ist das für die Folge eben kein besonderes Privilegium ausschließlich nur für Mich, sondern auch für jeden Menschen, der an Mich glaubt, dass Ich von Gott darum in diese Welt gesandt bin, den Menschen, die nun alle im Finstern wandeln, zu geben das Licht des Lebens, und der sodann handelt nach Meiner Lehre, welche den Menschen im hellsten Lichte zeigt den Willen des Geistes Gottes, der freilich wohl in aller Fülle in Mir wohnt.
[jl.ev06.090,12] Dieser Geist ist wohl Gott, doch Ich als purer Menschensohn nicht; denn wie schon gesagt, so habe Ich als solcher auch, jedem Menschen gleich, durch viele Mühe und Übung erst Mir die Würde eines Gottes erwerben müssen und konnte Mich als solcher erst einen mit dem Geiste Gottes. Nun bin Ich wohl eins mit Ihm im Geiste, aber im Leibe noch nicht; doch Ich werde auch da völlig eins werden, aber erst nach einem großen Leiden und gänzlicher und tiefst demütigender Selbstverleugnung Meiner Seele.“ –
D.h. Für die gänzliche Einigung mit dem VATER und damit für die Rettung der Menschen war der Kreuzestod also zwingend notwendig!

Die 3 allergrößten Demütigungen Jordan-Taufe, GETHSEMANE und die Kreuzigung als ein Ganzes in der Steigerung Seiner Hingabe bis zum Äußersten sind die größte Demütigung und das größte Werk, was die Erde je erlebt hat und nur dem VATER möglich ist!

Auch das ‚Dogma‘, nach dem das ‚Wirken von Zeichen und Wundern‘ als JESUS-Kind die Kreuzigung notwendig gemacht habe, weil das angeblich noch nicht Sein Verdienst gewesen sei (19.9.1936,13 GR), entspricht nicht der Wahrheit.
Dadurch wird der Eindruck erweckt, als sei dies nicht zulässig, so dass die Finsternis an dem sündenfreien JESUS mit dem allmächtigen Gottgeist einen Blutzoll verlangen könne.
Tatsächlich aber hat der VATER in JESUS sich allen äusseren irdischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen, aber im Hervortreten des VATERGEISTES in JESUS schon im frühesten Stadium war Er als Schöpfer von allem selbstverständlich vollkommen frei. Die höchste und reinste göttliche Vollkommenheit in JESUS (die nichts mit einer ‚Aufrechnungsbeziehung‘ zu Satan zu tun hat) zeigt sich bereits in Seiner alleinigen, rein geistig vollkommenen Zeugung, Schwangerschaft (JESUS war im Mutterleib ohne alle Bande frei, d.h. ohne Nabelschnur rein geistig ernährt, um anzudeuten, dass Er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird, jl.kjug.016,10) und Geburt (ohne Hebamme, rein geistig, jl.kjug.015,07 + 16). Zugleich führt Er uns durch die Wunder in der Kindheit JESU die Maßstäbe vor Augen, wie es auf der Erde hätte sein können, wenn Luzifer sich in Adam gedemütigt hätte!
Auf die Frage des Cyrenius, weshalb das JESUSKIND schon nach 2 ½ Monaten so vernünftig und deutlich spricht, sagt das JESUSKIND:

"Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und auf das Erlernen an, sondern was für einen Geist man hat! Lernen muss nur der Leib und die Seele; aber der Geist hat schon alles in sich aus Gott! Ich aber habe den rechten Geist vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann Ich auch schon so früh reden!" (jl.kjug.055,21-24). In dieser Hinsicht hat JESUS wegen Seines allerstärksten GOTTESGEISTES als GOTT und VATER eine für Seine wahren Kinder deutlich sichtbare klare Sonderstellung.
 
 

Unkenntnis über den Zustand der Wiedergeburt

Mit Bezug auf die tragische Darstellung über die letzte Zeit des Apostels Johannes aus den Schilderungen von Max Seltmann (Heft 24, Seite 53) sagt Georg Riehle:

"Als der Apostel Johannes, der Liebling des Herrn, noch einmal von den Christen gerufen wurde, weil sie ihn noch einmal sehen wollten – seine Füße trugen ihn nicht mehr, und darum trugen ihn seine Getreuen auf ihren Schultern -, da waren seine einzigen Worte: "Liebet euch!" (19.8.1951, Bethanienstunden, Seite 52). Nicht nur, dass außer Max Seltmann kein anderer diese seltsam rührselige Begebenheit ähnlich schildert, sondern grundsätzlich ist ein Wiedergeborener frei von Krankheit (jl.him2.008,19), weil dann seine Seele und infolgedessen auch sein Leib geheilt ist. Johannes aber hat als einziger Apostel am längsten gelebt, ohne den vorzeitigen Märtyrertod jl.schr.035,09 + 10) und mit über 100 Jahren die Offenbarung geschrieben (jl.him3.358,11+12) und schließlich auch noch vor seinem Ableben den 3. Vollendungs-Grad erreicht. Zwar ist davon auszugehen, dass sich im 2.Vollendungs-Grad noch eine gewisse natürliche Alterung bemerkbar macht, aber von einem derart kreatürlich-dramatischen Zustand ist nicht auszugehen, denn JESUS hatte ihm die vollste Unsterblichkeit, d.h. die volle Verklärung des Leibes im 3. Vollendungs-Grad auf der Erde verheißen: "...wobei Ich dem Johannes auch eine vollste Unsterblichkeit verhieß, - woher dann die Sage ins Volke kam, dass dieser Jünger nimmer auch leiblich sogar, sterben werde." (jl.ev04.088,12).

8. Riehles Äusserungen zum 3. Reich

Besonders imposant sind auch die Äusserungen zum 3.Reich z.B.:

"Hitler schafft die neue Verfassung und unser Bruder Georg die neue Religion" (5.5.1936 GR).

Eine derart hochmütige Verstiegenheit und Anpassung an den Zeitgeist zeigt bereits, dass seine Geister sehr unreif gewesen sein müssen.

"Diesen heutigen Tag, da das deutsche Volk die große Reichstagswahl unter unserem neuen Führer Adolf Hitler stattfindet – wird man einmal in der Weltgeschichte "Tag des Lichtes" benennen! ....1933 Vollendung mit dem Vater... Die Völker werden erwachen zu einem neuen Erkenntnislichte, der Anstoß dazu ist gekommen aus den Himmeln... ich selbst (Georg) habe den Stoß vernommen...Ein neuer Geist wird von den Führern ausgehen, - sie werden nicht mehr Herren sein wollen, sondern Diener am Volke! " (Politz, am Sonntag den 5.März 1933, in "Worte der ewigen Liebe an uns Menschen" gegeben durch Bruder Georg S.37- diese Worte sind in der Ausgabe vom Mai 1993 in den wesentlichen Punkten bereinigt worden!).

Zusammenfassung

Zweifellos ist bei Georg Riehle viel liebevolles zu finden. Es offenbart sich aber generell eine schlichte Unwissenheit oder Unbedarftheit über wesentliche Tatsachen in den Worten des VATERs über Jakob Lorber. Diese entsprechen in maßgeblichen Punkten nicht den so liebebetonten angeblich göttlichen Darstellungen Riehles (als vermeintlicher Michael in seiner 4. Inkarnation). Wenn Georg Riehle wirklich aus der wahren, reinen Liebe gesprochen hätte, müsste die aus der Liebe kommende Weisheit rein sein. Das aber kann anhand der vorliegenden Äußerungen im Riehle-Schrifttum keineswegs bestätigt werden und hat als angeblicher Prophet nichts mit der Einfachheit als Zimmermann zu tun.

Georg Riehle, Hugo Pohl, Karl Jevlasch und Werner Thomas sind nicht i.S. der Medien, die reine Sprachrohre sind, medial, d.h. ein Teil kommt von außen, wird vom Geist aufgenommen, aber nur reflektiert weitergegeben (es ist nicht wirklich eigenes aus ihrem Geist, es fehlt der geistige Zugang(!)) und ein Teil entweder durch Umlagerung oder direkte Inbesitznahme der Geister.
Gegenüber diesem eher teilmedialen Zustand ist die Vollmedialität das direkte Hindurchsprechen der jeweils dem Gemüt entsprechenden mehr oder weniger unfreien Geister über die Seele eines Menschen, die aus dem Eigenwillen angezogen werden (z.B. Johannes Widmann).

Charakteristisch sind für Georg Riehle u.a. die Auserwählten, Sendlinge von großen Sonnen, Erlösungsakte. Hohe Geister sprechen durch ihn insbesondere bei den zahlreichen Erlösungsakten von zumeist hohen Persönlichkeiten wie Kaiser (z.B. Kaiser Wilhelm I.), Päpste, Kirchenfürsten, Plato, Buddha usw..
Sogar dem nahezu völlig wiedergeborenen Menschen ist es gänzlich unmöglich, dass Engel und Dämonen über seinen Geist sprechen, weil es der unwandelbaren göttlichen Ordnung widerspricht (jl.him3.300,25). Als Maßstäbe werden dann Kerner und Ennemoser angegeben, die der Wahrheit am nächsten gekommen sind.

Weder über Zorel noch über JESUS haben hohe Geister gesprochen, sondern sie haben ganz aus ihrem eigenen Geist gesprochen. Hieraus wird zugleich auch deutlich, dass es das "geistige Erleben" spätestens seit JESUS, den Aposteln und Jüngern gibt und nicht erst als eine Kreation durch Georg Riehle, dessen "Erleben" nur seelisch gewesen sein kann, wie an den Ergebnissen zu sehen ist. Was aus dem entfesselten Geist kommt, ist rein und im 3.Gesicht vollwahr und das ist aus dem VATER. Deshalb ist die Voraussetzung das Erreichen der ½ Wiedergeburt (zeitweises 3.Gesicht; u.a. jl.bmar.083,10 + 11 + jl.bmar.086,05 + 6).

,,Gott so vollkommen wie möglich erkennen ist das erste Erfordernis für jeden Menschen. Wer Gott nicht richtig erkennt, kann nie vollkommen an Gott glauben, noch weniger Ihn über alles lieben, und somit auch des Geistes Gottes nie völlig teilhaftig werden.
Denn aus einer unrichtigen Erkenntnis Gottes entstehen mit der Zeit - vermöge des freien Willens der Menschen - allerlei Irrtümer, die wie eine 1 000 – köpfige Hydra fortwuchern, die Menschen zu Götzendienern machen und ihnen die Pforte zum wahren, ewigen Leben verrammen..."(jl.ev06.228,18+19).

Und der erleuchtete Gottesbote Kisehel sagt:
"Die wahre Erkenntnis Gottes ist der Grund der Liebe zu Ihm; daher sei es auch jedermanns vorzüglichstes Bestreben, Gott zu erkennen, damit er Ihn dann über alles wird zu lieben vermögen! Das aber ist dann auch das ewige Leben!" (jl.hag2.215,11+12; jl.ev03.204,02 + 4).

Bei Georg Riehle geht es darum, dass er (als vermeintlicher Michael) den Ersatz für den verloren gegangenen Gottmenschen (Adam) darstellen wollte und er deshalb immer wieder den "Bahnbrecher" herauskehrte, was er aber bis zu seinem Lebensende nicht erreicht hat. Verunreinigte Liebegeister sollen alles in ihren Bann ziehen. Riehle war Kaffee-Trinker, vor seinem Tode mußte ihm infolge Nekrose ein Bein amputiert werden.
Typisch ist für Georg Riehle auch, dass er gerne nummerologische Zahlenspiele brachte, deren geistige Interpretation in seiner vermeintlichen Göttlichkeit bisweilen recht eigenartige Aussagen hervorbringt.
Das "Riehle-Archiv" beruht auf stenografischen Mitschriften des Freundeskreises, die übrigen Schriften sind weitgehend ‚bereinigt‘.
 



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